Holzrücke-Meisterschaft in Rheinhessen
20. Oktober 2010, 10:04
Einsortiert unter: Allgemein
Haflinger Max und Ottmar Neuberger: Ein harmonisches Gespann, das den Rheinhessenmeistertitel verdiente!

Haflinger Max und Ottmar Neuberger: Ein harmonisches Gespann, das den Rheinhessenmeistertitel verdiente!

Ganz schön abgefahren – fand ich diesen Wettbewerb, bei dem brave Vierbeiner mit einem Rundholz im Schlepptau durch den Parcours „ziehen“. Mit Kraft geht da dennoch nichts – Feingefühl an den Leinen und  Augenmaß sind gefragt. Dass er trotz grauer Haare noch nicht zum Alten Eisen zählt, hat der sportliche Jugenheimer Ottmar Neuberger bewiesen, denn er ist neuer Rheinhessenmeister im Holzrücken.

Zugeparkt: Balken, Zugstränge und Ortsscheit kamen bei dem Zickzackkurs schon einmal durcheinander.

Zugeparkt: Balken, Zugstränge und Ortscheit kamen bei dem Zickzackkurs schon einmal durcheinander.

Heute heizen die meisten Leute mit Öl. Anders im rheinhessischen Wolfsheim. Hier wird das Kaminholz offenbar noch mit dem Pferd verrückt – und – damit das nicht so einfach ist – denken sich die Wolfsheimer kleine Schikanen aus. So müssen sich die Holzrücker durch einen undurchdringlichen Urwald kämpfen oder mit dem Pferd ein paar Meter neben einer heulenden Motorsäge pausieren. Wer sich als Einheimischer diesen Anforderungen stellt, ist Anwärter auf den begehrten Rheinhessenmeistertitel im Holzrücken.  Gerade mal fünf Leinenführer haben sich in die Manege getraut, darunter der 65jährige Ottmar Neuberger aus Jugenheim. Früher fuhr er mit seinen eigenen Haflingern vierspännig, da war der Wettkampf mit einem einzigen Blondschopf vor dem Ortscheit für ihn wohl eher übersichtlich. Bei der hindernisreichen Zickzackstrecke musste der Rentner schon mal über den Baumstamm springen, um seine Füße in Sicherheit zu bringen Den beherzt mitarbeitenden Max hatte sich Neuberger vom Veranstalter Harald Holla geliehen. Ohne Fehler und mit der besten Zeit zog der routinierte Max, der auch schon zwanzig Jahre auf dem Buckel hat, den Dreimeterbalken ins Ziel. Netter Pokal – schicke Schärpe – und ein dickes Lob vom Richter Gerd Bastian – hmmmmh. Irgendwie juckt es jetzt doch in den Fingern …ob ich wohl meinen Kabardiner mal zur Abwechslung vor einen Balken statt vor die Skier spannen sollte?     (sd)

Durch den Wald schaffte es auch der Schwarzwälder, obwohl die Äste verlockend mundgerecht hingen.

Durch den dichten Wald schaffte es auch der Schwarzwälder Rubus, obwohl die Äste verlockend mundgerecht hingen.

Ganz schön knifflig: Wenn das Zugpferd über das Holz gestiegen ist, muss der Stamm umgehängt werden. Da ist gehorsames Stehen fingerschonend.

Ganz schön knifflig: Wenn das Zugpferd über das Holz gestiegen ist, muss der Stamm umgehängt werden. Da ist gehorsames Stehen fingerschonend.

Beim Klettern über den Balken hat sich der 20jährige Max helfen lassen.

Beim Klettern über den Balken hat sich der 20jährige Max helfen lassen.

Das Expertenpublikum!

Hinterlasse einen Kommentar bis jetzt
Hinterlasse einen Kommentar



Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Log Out / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Log Out / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Log Out / Ändern )

Verbinde mit %s



Follow

Get every new post delivered to your Inbox.